Was ist ein «cuento chino»?

Gestern Abend haben wir bei Nüsschen und einem Glas Wein eine DVD aus dem Regal gekramt. Wir sind der Meinung, es lohnt sich «Un cuento chino» (Ein Chinese zum Mitnehmen, Argentinien, 2011) mehr als einmal anzuschauen.

Der Film von Sebastián Borensztein handelt von der Begegnung des argentinischen Eisenwarenhändlers Roberto mit dem Chinesen Jun, der auf der Suche nach seinem Onkel nach Argentinien gekommen ist, ohne ein Wort Spanisch zu sprechen.

Trotz etwas Klamauk ist es ein stiller, melancholischer Film, der viele argentinische Vorurteile gegenüber der chinesischen Bevölkerung und China als Ganzes kritisch aufs Korn nimmt. Das fängt an mit der touristisch verklärenden Perspektive der Anfangsszene, in der die Braut in ihrem hochgeschlossenen traditionellen Kleid wie aus der Zeit gefallen erscheint. Das geht bis zum Titel des Films: Ein «cuento chino» ist im Spanischen nicht einfach nur eine chinesische Erzählung, sondern eine absurde, erfundene Geschichte. Es stellt sich jedoch heraus, dass die absurdeste und unglaublichste Geschichte von allen am Ende wahr ist (nun gut, zumindest im Film)…

Un cuento chino: significado y usos coloquiales.

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