Los pacientes del Doctor García

Vor kurzem wurde die gemeinsam mit RTVE produzierte Serie Los pacientes del Doctor García auf Netflix zur Verfügung gestellt. Ich habe mir die zehn Episoden, die auf Almudena Grandes‘ gleichnamigem Roman beruhen, angeschaut und in meinem Newsletter bewertet.

Die Kritik könnt Ihr hier nachlesen: https://tertulia.substack.com/p/the-patients-of-doctor-garcia

Wie hat Euch die Serie über den humanistisch gesinnten Doktor, der später notgedrungen in der Logistik Karriere macht, gefallen?

Vegane Pastéis de Nata im Verkaufsshop in Chaido

Meine veganen Lieblingsrestaurants in Lissabon

Es ist schon eine Weile her; aber wenn ich an den letzten Sommerurlaub in Lissabon zurückdenke, läuft mir schnell das Wasser im Mund zusammen. Da wir mir unserem Sohn unterwegs waren, der sich ausschliesslich vegan ernährt, haben wir uns konsequent für vegane Restaurants entschieden. Dies auch, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass in vielen konventionellen Restaurants Pommes Frites und Salat die einzigen veganen Angebote sind.

Eine Auswahl unserer Favoriten habe ich in meinem letzten Newsletter zusammengestellt, gerade rechtzeitig für die neue Sommersaison. Lissabon hat vegan viel zu bieten. Teils gibt es die typischen internationalen veganen Gerichte (vor allem Curry, Dal, Burger, Pies), die inzwischen überall in den grossen Metropolen angeboten werden. Teils gibt es aber auch phantasievolle vegane Variationen der einheimischen Küche. Gute Reise und guten Appetit!

Hier geht es zum Überblick in meinem Newsletter: Vegan yummies in Lisbon.

Leeres Spanien

Zur Vorbereitung unserer jährlichen Wanderung auf dem Camino de Santiago habe ich endlich Sergio del Molinos Essay La España vacía. Viaje a un país que nunc tue (2016) gelesen.

Meine Besprechung findet sich – wie immer – in meinem gleichnamigen Newsletter in englischer Sprache. Hier könnt Ihr die Kritik nachlesen: https://tertulia.substack.com/p/empty-spain

Auch wenn der Titel einen Reisebericht suggeriert, ist es doch eine Art komplementäre und selektive Literaturgeschichte Spaniens, die gutes Vorwissen voraussetzt.

Die deutsche Übersetzung ist übrigens im letzten Jahr unter dem Titel Leeres Spanien. Reise in ein Land, das es nie gab im Wagenbach-Verlag erschienen. Übersetzt wurde das Buch von Peter Kultzen.

Viele nannten sie einfach „La Señora“

Meinen aktuellen Newsletter widme ich einer bedeutenden Frau der Renaissance. Gracia Nasi (1510-1569), auf den christlichen Namen Beatrice de Luna Miques getauft, teilweise auch Gracia Mendes (nach dem Familiennamen ihres Mannes) oder Hannah Nasi genannt. Bereits die Frage, wie wir diese Frau benennen, ist eine eigene Studie über kulturelle Identität wert. So wird Gracia als eine hispanisierte Form ihres hebräischen Vornamens Hannah gedeutet. Auch ihren Zeitgenossen und Zeitgenossinnen im damaligen Konstantinopel ging es ähnlich. Sie nannten Gracia Nasi der Einfachheit halber «La Señora», die Herrin, was uns einen ersten Eindruck ihrer Macht und ihrer sefardischen Herkunft verrät.

In meinem Newsletter führe ich in einige gute Quellen zum ereignisreichen Leben der Kauffrau, deren Lebensweg als Kind aragonesischer «Conversos» in Lissabon beginnt, dann nach Antwerpen, Venedig, Ferrara und schliesslich nach Istanbul führt, ein. Gracia Nasis Leben ist nicht nur auf einer biografischen Ebene superspannend, sondern vermittelt uns einen Einblick in das Schicksal der sefardischen Juden, die nach der Vertreibung von der Iberischen Halbinsel Zuflucht in mehreren europäischen Handelsstädten suchten, letztlich aber nur im Ottomanischen Reich vor der Inquisition sicher sein konnten.

Der Newsletter ist unter dem Titel „A polyglot by faith“ für alle kostenlos auf Substack zu lesen.

Wie die Christbaumlichter elektrisch wurden

In meiner aktuellen Tertulia nehme ich den Faden einer weihnachtlichen Geschichte aus der Washington Post auf, die mir gut gefallen hat.

Hier könnt Ihr sie und eine Shortlist meiner Lektüreempfehlungen aus dem Jahr 2022 nachlesen.

https://tertulia.substack.com/p/electric-christmas-lights

Frohe Weihnachten und Feliz Navidad!

Herbsttöne

In meinem aktuellen Newsletter geht es um dunkle und traurige Themen.

Zunächst stelle ich meine Eindrücke aus Mariana Enríquez‘ Thriller Nuestra parte de noche (2019, Unser Teil der Nacht) vor. Ich nehme es vorweg: Das Buch ist sehr düster und ein echter Schocker. Danach habe ich einmal wieder eine Podcast-Empfehlung für Euch: El hilo berichtet in einer Episode über die Gentrifizierung wichtiger Stadtviertel in Puerto Rico und was das für die Anwohnerschaft bedeutet. Wie überall, nichts Gutes. Zum Schluss habe ich noch einen Nachruf auf Moris Albahari, einen der letzten Ladino-Sprecher Bosniens.

Als Zugabe gibt es einen sozialen Protestsong aus Kolumbien. Während wir überlegen, wo wir das Übermass an Konsum diesen Winter etwas einschränken könnten, haben die Menschen an der kolumbianischen Pazifikküste noch nicht einmal die Grundversorgung an Wasser und Strom gesichert.

Hier geht es zum englischsprachigen Newsletter: https://tertulia.substack.com/p/darker-patterns

Musik vom spanischen Königshof

In meinem letzten Newsletter stelle ich den spanischen Renaissance-Komponisten und Organisten Antonio de Cabezón vor. Ab dem Jahr 1526 hat er am spanischen Königshof gearbeitet und ist später mit Felipe II durch ganz Europa gereist. Heute ist seine Musik kaum mehr einem grösseren Kreis bekannt. Was ich hiermit gerne ändern möchte.

Hier geht es zum Newsletter: https://tertulia.substack.com/p/antonio-de-cabezon

Ausserdem empfehle ich als Vorgeschmack eine Pavane aus seiner Feder:

Gustavo Petro ins Amt eingeführt

Gustavo Petro wurde am 7. August 2022 auf der Plaza Bolívar in Kolumbiens Hauptstadt ins Amt des Präsidenten eingeführt. Er ist der 34. Präsident der Republik Kolumbien. An seiner Seite amtet die Umweltaktivistin Francia Márquez als Vizepräsidentin.

Die Feier symbolisiert auf vielfache Weise die Hoffnung, aber auch die Ängste, die die kolumbianische Bevölkerung mit dieser Amtseinführung verbinden. Die Böll-Stiftung hat eine sehr gute Zusammenfassung des umfassenden Programms der neuen Regierung publiziert. Ich habe in meinem letzten Newsletter drei kulturelle Details aus dieser Zeremonie herausgepickt, die zum einen den Optimismus, aber auch die politischen Widerstände gegenüber der neuen Regierungspolitik symbolisieren:

  1. der Streit um eines der Schwerter Simón Bolívars bei der Amtseinführung
  2. die Performance der afrokolumbianischen Pianistin Teresita Gómez aus Medellín
  3. der Erfolg des jungen afrokolumbianischen Modedesigners Esteban Sinisterra, der für die Outfits der Vizepräsidentin verantwortlich zeichnet.

Der Newsletter ist wie immer auf Substack nachzulesen: https://tertulia.substack.com/p/gustavo-petro-sworn-in-as-new-president